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14.06.13 - 12:23 Uhr

Mieter muß eigenen Stromzähler kontrollieren können

Ist der zur Wohnung gehörende Stromzähler dem Mieter nicht jederzeit zugänglich, muss der Vermieter dem Mieter einmal im Monat entgeltfrei Zugang gewähren

Befindet sich der zur Wohnung gehörende Stromzäh­ler in einem verschlossenen Kellerraum, zu dem der Mieter keinen Schlüssel besitzt, muss der Vermieter dem Mieter einmal im Monat entgeltfrei Zugang zum Zwecke der Ablesung gewähren (AG Köln, Urteil 201 C 464/12).

 

Nach Angaben des Deutschen Mieterbundes Mecklenburg-Vorpommern hat der Mieter einen Anspruch darauf, dass der Vermieter ihm den Zugang zu dem in dem verschlossenen Kel­lerraum befindlichen Stromzähler verschafft, da es sich um eine mietvertragliche Nebenpflicht des Vermieters handelt.

Wenn der Raum, in dem der Zähler installiert ist, über den die eigene Stromversorgung des Mieters läuft, für ihn nicht zugänglich ist, muss der Vermieter als vertragliche Nebenpflicht aus dem Mietvertrag dem Mieter den Zugang verschaffen. Angesichts der stark zu­genommenen Bedeutung der Energieeinsparung und der angestrebten Verbreitung von intelligenten Zählern muss es dem Mieter jederzeit möglich sein, sich über seinen Stromverbrauch zu informieren. Dies gilt unabhängig da­von, ob der Mieter auch Erfassungsgeräte in seiner Woh­nung an den stromproduzierenden Geräten selbst an­bringen könnte.

Der Mieter hat zwar keinen Anspruch auf unbegrenzten Zugang zum Stromzähler. Der Vermieter kann den Zu­gang aber nur bei Vorliegen sachgerechter Gründe ver­weigern oder beschränken. Gibt es keinen sachgerechten Grund zur Verweigerung, stellt sich die Verweigerung als reine Schikane dar.

Auch vor dem Hintergrund, dass dem Vermieter kein großer Mehraufwand entstehe, der Kosten verursachen könnte, stelle sich der Verweis darauf, der Zugang könne nur gegen Zahlung eines Entgelts gewährt werden, als Schikane dar, so der Geschäftsführer des Deutschen Mieterbundes Mecklenburg-Vorpommern , Christian Rudolph.