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Deutschen Mieterbund
Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e. V.
 

Corona Aktuell 

30.04.2020: Mietzahlungen in MV gefährdet

Die meisten Menschen in Mecklenburg Vorpommern leben zur Miete: 498.300 Haushalte sind Mietwohnungen, so die Zahl des Statistischen Landesamtes von 2018. Kai-Uwe Glause vom Mieterbund Mecklenburg-Vorpommern e.V. befürchtet, dass nicht wenige Mieter nun, aufgrund der Coronakrise, in Zahlungsschwierigkeiten kommen. Er schätzt, dass 10 Prozent, also rund 50.000 Haushalte, Schwierigkeiten haben werden, ihre Miete fristgerecht und vollständig zu zahlen.

https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Corona-Mietzahlungen-in-MV-gefaehrdet,verbraucherrechte102.html

07.04.2020: Wohnungsverband und Mieterbund: In Not geratene Menschen sollten unbedingt Wohngeld beantragen

Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) und der Deutsche Mieterbund (DMB) Landesverband Mecklenburg-Vorpommern haben Mieterinnen und Mietern, die wegen der Corona-Pandemie in finanzielle Nöte geraten sind, empfohlen, unbedingt Wohngeld zu beantragen.

„Angesichts der Corona-Krise haben Bundestag und Bundesrat den Zugang zum Wohngeld stark vereinfacht“, erklärten VNW-Direktor Andreas Breitner und Kai-Uwe Glause, Geschäftsführer des DMB Landesverbandes MV, am Dienstag. „Ein Antrag ist jetzt formlos möglich, etwa per Telefon oder E-Mail. Wer also nachweislich wegen der Corona-Pandemie Probleme hat, seine Miete zu bezahlen, sollte unbedingt Wohngeld beantragen“, so Breitner und Glause.

„Die Ämter in den Städten und Gemeinden sind angehalten, Anträge auf Wohngeld rasch und unbürokratisch zu bearbeiten. Das Geld wiederum kann häufig als Vorschuss ausgezahlt werden. Zudem verzichten die Behörden derzeit auf die sonst übliche umfassende Prüfung von Vermögen und Wohnungsgröße. Nur wenn es begründete Hinweise auf ein großes Vermögen gibt, wird geprüft.“

Nach den Worten von Breitner und Glause müssen sich Mieter keine Sorgen machen, dass sie wegen der Corona-Pandemie ihre Wohnung verlieren. Die im VNW organisierten Wohnungsgenossenschaften und am Gemeinwohl orientierten Wohnungsgesellschaften hätten bereits früh deutlich gemacht, dass niemandem gekündigt werde, wenn er nachweislich wegen der Corona-Pandemie seine Miete nicht mehr bezahlen könne.

„Die Stundung der Miete sollte nur der letzte Schritt sein“, erklärten Breitner und Glause weiter. „Schließlich müssten Mieterinnen und Mieter das Geld später nachzahlen, Sozialleistungen hingegen müssen nicht zurückgezahlt werden. Die durch Bundestag und Bundesrat beschlossenen Änderungen des Sozialgesetzbuches helfen, dass Mieterinnen und Mieter sich infolge der Corona-Pandemie nicht verschulden müssen.

Entscheidend ist aber, dass die betroffenen Mieterinnen und Mieter die ihnen zustehenden Sozialleistungen in Anspruch nehmen. Neben dem Wohngeld sind das auch das Arbeitslosen- oder das Kurzarbeitergeld.

Mieterinnen und Mieter, die keinen Anspruch auf Arbeitslosen- oder Kurzarbeitergeld haben, sollten beim Jobcenter umgehend einen Antrag auf Grundsicherung stellen. Bis zum 31. August 2020 verzichten die Ämter auf eine Prüfung von Vermögen und Wohnungsgröße und zahlen die Kosten für Miete und Heizung in tatsächlicher Höhe aus. Wer will, kann das Amt auch bitten, die Miete direkt an den Vermieter zu zahlen.

Vor allem sollten Mieterinnen und Mieter unbedingt das Gespräch mit ihrer Genossenschaft oder ihrem Vermieter suchen. Gemeinsam lässt sich schnell herausfinden, ob und in welcher Höhe ein Anspruch auf Sozialleistungen besteht.

Die Politik fordern wir auf, rasch einen ‚Sicher-Wohnen-Fonds‘ einzurichten, um zu verhindern, dass den Wohnungsunternehmen durch die Stundung von Mietzahlungen Liquidität entzogen und damit der Wirtschaftskreislauf unterbrochen wird. Der ‚Sicher-Wohnen-Fonds‘ könnte die Miete auf Antrag übernehmen und direkt an die Vermieter zahlen. Das könnte als zinsloses Darlehen erfolgen, das die Mieterin und der Mieter später in den Fonds zurückzahlt, wenn sie oder er dazu wirtschaftlich in der Lage ist.“

Weitere aktuelle Informationen finden Sie unter "Presse".

Antworten zu Mieterfragen im Zusammenhang mit Corona: https://www.mieterbund.de/presse/pressemeldung-detailansicht/article/55447-mieterschutz-in-zeiten-von-corona.html